Integrationshilfe

Stiftung Projekt Moses e.V.

04.05.2015

Eritrea ist ein kleines Land im Nord-Osten von Afrika. Von dort kommen der Zeit viele Flüchtlinge nach Deutschland. Zerai Kiros Abraham kam schon vor 25 Jahren nach Frankfurt am Main und hat einen Verein gegründet um den Kindern und Jugendlichen mit eritreischen Wurzeln Halt zu geben.

Im Jahr 1990 kam Zerai Kiros Abraham mit seiner Mutter als Asylbewerber nach Deutschland. Ohne die deutsche Sprache schreiben zu können, machte er sein Abitur. Gerne hätte er danach etwas mit Film und Fotografie gemacht, doch niemand zeigte ihm den Weg, wie er diesen Traum hätte verwirklichen können. Er entschied sich daraufhin sich als Sozialarbeiter zu verwirklichen. Seit 2006 arbeitet Zerai hauptsächlich mit Kindern- und Jugendlichen, die unter anderem eritreische Wurzeln haben und versucht ihnen den Neustart zu erleichtern. So entstand das „Projekt Moses" in Frankfurt.

Beschreibung der Stiftung Projekt Moses e.V.

Der Verein kümmert sich in erster Linie um Kinder und Jugendliche mit eritreischer Herkunft. Flüchtlingen, aber auch in Deutschland geborenen Kids soll die Möglichkeit gegeben werden sich mit der deutschen Kultur und Sprache auseinanderzusetzen. Zerai möchte nichts an dem politischen System oder dem Asylgesetz ändern, er möchte nur die Integration einfacher gestalten. „Wenn man gemeinsam und friedvoll in Deutschland leben möchte, ist Integration ein sehr wichtiger Punkt", so Zerai „sonst erzieht man Rebellen."

Mit Angeboten wie kreative Film- und Fotoworkshops, PC Training und Nachhilfe versuchen ehrenamtliche Helfer vom „Projekt Moses" den Jugendlichen Perspektive zu schaffen und ihnen Aufgaben zu geben. Durch Fotos können sie ihre Gedanken selbst reflektieren und lernen sich anderen gegenüber zu öffnen.

Erstanträge eritreischer Asylbewerber in Deutschland (Quelle:Bundesamt für Migration und Flüchtlinge)

Kooperationspartner

Um die Integrationshilfe zu ermöglichen, arbeitet das „Projekt Moses" mit unterschiedlichen Partnern zusammen. Dazu gehört unter anderem „Mag AfriQa". Diese Organisation möchte in Deutschland lebenden Afrikanern die Möglichkeit geben sich auszutauschen, über Probleme zu reden, die sie im Heimatland hatten oder auf die sie in Deutschland stoßen. Auch Menschen aus anderen Teilen der Welt sind eingeladen ihr Interesse einzubringen.

Im vergangenen Jahr hat das „Projekt Moses" mit „Mag AfriQa" die Initiative „Ubuntu-Haus" ins Leben gerufen. Es soll ein Haus der Begegnung werden. Mit verschiedenen Angeboten soll in einem Haus eine Brücke zwischen den Kulturen, Generationen und Sprachen gebaut werden. Geplant ist unter anderem ein traditionelles afrikanisches Kaffee- und Teehaus, Safarische Kochkunst und ein dauerhaftes Rennrad- und Lampedusamuseum, dass auf den Volkssport Eritreas wie auf den beschwerlichen Weg der Flüchtlinge nach Europa aufmerksam machen soll.

Seit Mitte April gehört Projekt Moses bzw. „Ubuntu Haus" dem Gründerzentrum „Social Impact Lab Frankfurt" an. Menschen mit Migrationshintergrund und Social Entrepreneurs sollen hier die Möglichkeit bekommen ihre Träume zu verwirklichen. Es wird in zwei Projektgruppen unterschieden: die „AndersGründer" (denen Ubuntu Haus angehört) und die „ChancenNutzer". Die „AndersGründer" werden von der „KfW Stiftung" gefördert. Zu dieser Gruppe gehören junge Unternehmer, die die sozialen Probleme mit Innovationen lösen wollen. Die „ChancenNutzer" wurde für junge Arbeitslose eingerichtet, um ihnen Orientierung zu geben. Gefördert wird dies von der „JP Morgan Chase Foundation".

„Flüchtlinge gab es schon immer und wird es immer geben"

In Eritrea herrscht derzeit eine Militärdiktatur. Das ist für viele der Grund das Land zu verlassen. Mit Projekt Moses möchte Zerai genau diesen Menschen bei ihrer Ankunft in Deutschland helfen. Sie haben meist einen langen und sehr steinigen Weg hinter sich und müssen dies erst einmal verarbeiten. Für diese Fälle bietet das „Projekt Moses" Unterstützung. Die Helfer kümmern sich um die ärztliche Erstversorgung und die seelischen Verletzungen.

In einem traditionellen eritreischen Lied heißt es, dass „es schon zu Zeiten von Adam und Eva Flüchtlinge gab", erläuterte Zerai. „Solange es politische Auseinandersetzungen oder Kriege gebe, werden Menschen auf der Flucht sein."

Erstanträge Asylbewerber in Deutschland (Quelle:Bundesamt für Migration und Flüchtlinge)

Stiftung Projekt Moses e.V.

Projekt Moses ist ein 2006 gegründeter Verein. Die Hauptaufgabe liegt in der Integration von eritreischen Kinder- und Jugendlichen.

Total votes: 395
 

Über den Autor

Isabelle Hirsch

Public Relations
Eingeschrieben seit: Wintersemester 2014/2015